Kann man E-Zigaretten als sicher betrachten?

20112014-18Heutzutage werden Informationen zunehmend schneller weitergegeben, und jeder kann seine Meinungen und Erfahrungen zu allem mitteilen, was es nicht gerade einfach macht, im Internet wirklich brauchbare Auskünfte zu erhalten. So kommt es, dass viele Ansichten auf Tatsachen basieren, die gar keine sind, sondern gezielt verbreitete unwahre Informationen, um die Diskussion in eine bestimmte Richtung zu lenken.

So ist auch die Diskussion um die E-Zigaretten zu einem heißen Eisen geworden, bei dem festgefahrene gegensätzliche Meinungen aufeinandertreffen, die beide stark unterstützt werden. Währen die eine Seite behauptet, E-Zigaretten müssten als unsicher angesehen werden, bis sie besser erforscht sind, und dass ihre Beliebtheit Nichtraucher zum Dampfen verleitet, vertritt die andere Seite, hauptsächlich Ärzte und Wissenschaftler, die Meinung, dass E-Zigaretten Leben retten könnte, da sie im Gegensatz zum Tabak keine giftigen und krebserregenden Substanzen enthalten, und daher sicherer sind.

Dieser Artikel soll einige der Hauptpunkte zum Thema Sicherheit von E-Zigaretten klären. Es wird versucht, ihn so objektiv wie möglich zu gestalten, wenn das auch möglicherweise nicht durchgängig gelingen mag.

Die Folgen zeigen sich mit der Zeit
Die E-Zigarette ist noch immer ein ziemlich neues Produkt, das sich rasend schnell größerer Beliebtheit erfreut und sich schneller ausbreitet, als jemals vorauszusehen war. Und auch wenn noch lange nicht alle Folgen abzusehen sein könne, ist eines auf jeden Fall ganz sicher: Da sie keinen Tabak enthalten, sind E-Zigaretten definitiv gesünder als reguläre Zigaretten. Wenn Tabak verbrannt wird, werden über 4.000 giftige Chemikalien freigesetzt, von denen einige als krebserregend bekannt sind. Tabak zu rauchen gefährdet daher sowohl den Raucher als auch seine Umwelt. Im Vergleich dazu enthalten E-Zigaretten nur Wasser, Propylenglykol, Aromen und Nikotin. Nur Letzteses steht, was die Gesundheit betrifft, unter Beschuss.

Es lässt sich noch nicht abschließend feststellen, inwieweit sich E-Zigaretten auf die Gesundheit auswirken könnten, aber bislang gibt es keine negativen Hinweise bei den E-Rauchern.

Ab 2016 sind E-Zigaretten mit E-Flüssigkeit von der EU verboten
Gegenwärtig gibt es zwei verschiedene Arten von E-Zigaretten, nachfüllbare und wiederaufladbare. Die nachfüllbaren müssen mit der E-Flüssigkeit nachgefüllt werden, wohingegen die wiederaufladbaren Filter haben, die das Nikotin in sich eingeschlossen haben und nach Gebrauch entsorgt werden.

Die nachfüllbaren E-Zigaretten werden neuerlich mit Bestürzung angesehen, da die Forschung ergeben hat, dass Geräte mit Behältern von mehr als 3 Millilitern beträchtlich unsicherer sind als andere. Das liegt an der Gefahr des Auslaufens und der Lagerung und Nutzung der E-Flüssigkeit in der Nähe von Kindern. Tatsächlich ist die Zahl der Vergiftungen mit E-Flüssigkeiten seit der Einführung der E-Zigaretten dramatisch angestiegen. Das hat die EU dazu veranlasst, diese Sorte E-Zigaretten zu verbieten, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Die wiederaufladbaren E-Zigaretten sowie deren Einweg-Versionen werden dagegen als sicher eingestuft.

Die Qualität sollte oberste Priorität sein
Eine Studie einer der herausragenden E-Zigaretten-Marken ergab kürzlich, dass die Qualität letztlich über den Erfolg einer Marke entscheiden wird, auch wenn das Design sich kaum unterscheidet. Die Studie zeigte, dass eine erschreckende Anzahl an Firmen an der Qualität spart, um eine möglichst billige E-Zigarette anbieten zu könne. Das kann für den Verbraucher schlimmstenfalls tödliche Folgen haben. Scheinbar sichere Produkte laufen aus, ruinieren Kleidung, Taschen und Möbel oder schädigen die Haut und vergiften sogar den Raucher. Bereits ein Teelöffel einer 1,8%-igen Nikotinlösung kann für eine 90-Kg-Person tödlich sein, berichten Dr. Bassets und seine Kollegen vom Einstein Medical Center in Philadelphia in der Mai-Ausgabe des New England Journal of Medicine.

Nur die Anbieter wie DanSmoke und wenige andere bestanden den Test aufgrund strenger Qualitätskontrollen, die eine optimale Sicherheit garantieren. Diese Marken bieten alle nur wiederaufladbare E-Zigaretten an und sind daher auch nicht vom EU-Verbot betroffen.

Die Zukunft wird es zeigen
Es ist ein sinnloses Unterfangen, zu versuchen die Zukunft vorherzusehen. Der Aufruhr in der E-Zigaretten-Welt lässt jedoch ahnen, dass die Diskussionen mit jeder neuen Entwicklung in der Forschung weitegehen werden. Da es aber bislang keine Hinweise auf Gesundheitsbeeinträchtigungen durch E-Zigaretten gibt, gibt es auch keinen Grund, sie zu verbieten. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass der Verkauf genauer unter die Lupe genommen wird, um sicher zu stellen, dass nur Erwachsene Zugang zu den Geräten haben. Bereits jetzt werden Bestimmungen zur bestmöglichen Qualitätskontrolle und Sicherheitstests vorgeschlagen.

Die Einschränkungen sind der FDA-Beauftragten Margaret Hamburg zufolge unter anderem:
– Ein Verbot des Verkaufs von E-Zigaretten an Minderjährige
– Ein Verbot des Verteilens von Kostproben
– Ein Verbot des Verkaufs von E-Zigaretten in Automaten, es sei denn, Kinder haben keinen Zugriff darauf
– Eine Anforderung, dass E-Zigaretten eine Beschriftung mit der Warnung enthalten, dass sie Nikotin enthalten und abhängig machen können
– E-Zigaretten-Hersteller müssen ihre Inhaltsstoffe auf den Produkten deklarieren.

Diese Bestimmungen richten sich nicht gegen E-Zigaretten, den nirgendwo wird ausgesagt, dass sie als unsicher eingestuft werden. Sie dienen in erster Linie als Hilfestellung, um einen bewussten und rücksichtsvollen Umgang mit dem E-Rauch-Verhalten zu entwickeln.